Diagnostik und Therapie des Multiplen Myeloms
 
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Autor: Prof. Dr. med. Martin Griesshammer

gültig: 21.10.2019-21.10.2020

VNR: 2760909008913520013

Sponsor: Diese Fortbildung wurde von Celgene GmbH mit insgesamt 13.799,- € finanziell unterstützt.

Zertifiziert bei der Bayerischen Landesärztekammer mit bis zu 4 CME-Punkten

Kategorie I

Bearbeitungszeit: 90 Minuten

Teilnahme ist kostenfrei

klassische CME als PDF zum Download/Ausdrucken / Einzellernen

technische Voraussetzungen

Transparenzinformation und Offenlegung von Interessenkonflikten

Als Veranstalter der Fortbildung sind wir verpflichtet, den Sponsor und die Art/finanzielle Höhe der Leistung zu nennen sowie die Interessenskonflikte des Veranstalters und der Autoren/wissenschaftlichen Leiter offen zu legen. Dieser Verpflichtung kommen wir hiermit nach.

Diese Fortbildung ist frei von wirtschaftlichen/politischen Interessen Dritter und frei von kommerziellen Einflüssen. Sponsoren der Fortbildung werden unter „Sponsor" kenntlich gemacht. Dank der Sponsoren können wir die Fortbildung kostenfrei anbieten. Die Inhalte dieser Fortbildung werden durch die Sponsoren nicht beeinflusst.

Sponsor dieser Fortbildung ist Celgene GmbH. Diese Fortbildung wurde von Celgene GmbH mit insgesamt 13.799,- € finanziell unterstützt.

Unsere Autoren legen in einer Unabhängigkeitserklärung die Interessenskonflikte offen.
Bei der Erstellung der Fortbildung bestanden folgende Interessenskonflikte im Sinne der Empfehlungen des International Committee of Medical Journal Editors (relevant ist der Zeitraum der letzten zwei Jahre vor Einreichen des Beitrags):
 

Prof. Dr. med. Martin Griesshammer: Vorträge für u.a. Celgene, Shire, Novartis, AOR, Roche, Gilead

Diese Fortbildung wurde von zwei unabhängigen Gutachtern auf wissenschaftliche Aktualität, inhaltliche Richtigkeit und Produktneutralität geprüft. Jeder Gutachter unterzeichnet eine Konformitätserklärung.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kurzbeschreibung: Das Multiple Myelom (MM) ist eine neoplastische Plasmazell-Erkrankung. Sie entwickelt sich in den meisten Fällen aus einer monoklonalen Gammopathie unklarer Signifikanz (MGUS), die zu einem Smoldering-Myelom (Schwelendes Myelom) fortschreitet und sich schließlich als symptomatisches Myelom manifestiert. Bislang ist die Erkrankung nicht heilbar und die Mehrheit der Patienten erleidet nach der Primärtherapie ein oder mehrere Rezidive. Die Patienten durchlaufen mehrere Phasen der Erkrankung (Abbildung 1). Über die Ursachen des Multiplen Myeloms ist bislang nur wenig bekannt. In Europa treten etwa 4,5 – 6 Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner und Jahr auf. Das Multiple Myelom macht damit etwa 1 % aller Krebsarten und ca. 10 % der gesamten hämatologischen Malignome aus. Das mediane Alter der Betroffenen zum Zeitpunkt der Diagnose liegt bei 69 Jahren. Männer sind häufiger betroffen als Frauen, sie machen zwei Drittel der Patientenpopulation aus. Eine afroamerikanische Abstammung scheint ein weiterer Risikofaktor zu sein. Zu Beginn der Erkrankung sind die Symptome meist unspezifisch, was die Diagnose erschwert. Die Patienten leiden häufig an Knochenschmerzen, Fatigue und rezidivierenden Infektionen. Zu den häufigsten Befunden zählen Knochenläsionen (60 – 80 %) und Anämien (70 %), seltener treten Hyperkalzämie (15 %) sowie erhöhte Werte von Serumkreatinin im Blut (20 %) auf. Auf zellulärer Ebene kommt es beim Multiplen Myelom zu einer ungehemmten Proliferation maligner monoklonaler Plasmazellen im Knochenmark. Die entarteten Tumorzellen produzieren in großem Umfang monoklonale Immunglobuline oder Proteinfragmente (sogenannte M-Proteine oder Paraproteine). Diese sind in der Regel funktionslos. Sie reichern sich im Blut an und ihre Leichtketten können oft auch im Urin nachgewiesen werden. Durch Ablagerung von M-Proteinen oder deren Komponenten im Gewebe kann es zu Schädigungen der Organe kommen. Hiervon sind insbesondere die Nieren betroffen („Myelomniere“). Die Myelomzellen und die Stromazellen des Knochenmarks setzen Wachstumshormone und Zytokine frei, die zu einer Aktivierung von Osteoklasten führen. Diese Funktion ist im Verlauf der Erkrankung zunehmend gestört, wodurch es zu einer Beeinträchtigung der Osteoblastenaktivität kommt. Durch ein Ungleichgewicht zwischen Osteoblasten- und Osteoklastenaktivität entstehen die für das Multiple Myelom typischen Knochenschäden. Weiterhin ist die Erythropoese beeinträchtigt und mit zunehmender Infiltration des Knochenmarks ist die gesamte Hämatopoese gestört.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



 

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