Multiple Sklerose - Modul 6: Immunologische Grundlagen:
Die Rolle von regulatorischen Lymphozyten und natürlichen Killerzellen
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Autor: Prof. Dr. Dr. Sven Meuth / Prof. Dr. Tobias Bopp

Mit freundlicher Unterstützung von Novartis Pharma GmbH.

gültig: 08.03.2018-08.03.2019

Zertifiziert durch die Bayerische Landesärztekammer mit bis zu 4 CME-Punkten

Kategorie I

Bearbeitungszeit: 90 Minuten

Teilnahme ist kostenfrei

klassische CME als PDF zum Download/Ausdrucken / Einzellernen

technische Voraussetzungen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kurzbeschreibung: 

Multiple Sklerose (MS) ist eine chronische Autoimmunerkrankung des zentralen Nervensystems (ZNS), die durch Demyelinisierung und Neurodegeneration gekennzeichnet ist. In Deutschland liegt die Prävalenz bei ungefähr 200.000 MS-Patienten, wobei Frauen etwa doppelt so häufig betroffen sind wie Männer [Petersen et al. 2014]. Neben der am häufigsten auftretenden schubförmig-remittierenden MS (RRMS) werden die primär chronisch-progrediente (PPMS) und die sekundär progrediente (SPMS) Verlaufsform sowie das klinisch isolierte Syndrom (KIS) differenziert. Als eigenständige Erkrankung wird dagegen heute die Autoimmunerkrankung Neuromyelitis optica Spektrum-Erkrankung (NMOSD) betrachtet, deren Pathomechanismus sich nach neueren Erkenntnissen von dem der MS unterscheidet.

Die Entstehung der MS kann sowohl durch genetische Faktoren als auch Umwelteinflüsse bedingt sein. Im Krankheitsverlauf werden autoreaktive Lymphozyten aktiviert, diese überschreiten die Blut-Hirn-Schranke und tragen im ZNS direkt oder indirekt zu Axonschädigungen und Demyelinisierung bei. Eine bedeutende Rolle spielen hierbei die zytotoxischen CD8+ T-Zellen sowie die proinflammatorischen CD4+ T-Helfer(TH)1-Zellen und TH17-Zellen. Daneben sind auch B-Lymphozyten durch Antikörper- und Zytokin-Produktion sowie durch Antigen-Präsentation wesentlich an der Pathogenese der MS beteiligt. Diese Zelltypen wurden im vorhergehenden CME-Modul bereits ausführlich beschrieben.

Die vorliegende CME fokussiert sich auf die Rolle der regulatorischen T(Treg)- und B(Breg)-Lymphozyten sowie der natürlichen Killerzellen (NK-Zellen) bei der MS. Es wird zum einen die Funktion der verschiedenen Zelltypen erläutert und zum anderen der Einfluss der MS-Medikamente auf diese Zellen beschrieben. Abschließend wird auf die immunpathologischen Unterschiede zwischen MS und NMOSD und die daraus resultierende Bedeutung einer differenzierten Therapie hingewiesen.

   

 

 

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